Top

Kommunen lernen gemeinsam naturnahe Grünflächen zu pflegen

Schulung im Rahmen des NABU-Projekts „Natur nah dran“ in Mutlangen

Vertreterinnen und Vertreter aus sechs baden-württembergischen Kommunen trafen sich am Dienstag, 12. Mai 2026, in Mutlangen zu einer Schulung im Rahmen des Projekts „Natur nah dran“. Gemeinsam begutachteten und pflegten sie die Grünflächen, die in Mutlangen im letzten Herbst mit Wildpflanzen umgestaltet wurden.
An der Veranstaltung nahmen Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus den Kommunen Bergatreute, Biberach, Ellwangen, Fronreute, Heiligenberg und Neuhausen im Enzkreis teil. Wie Mutlangen haben auch sie die „Natur nah dran“-Förderung erhalten und öffentliche Grünflächen im Sinne der Artenvielfalt angelegt. In Mutlangen lernten die Teilnehmenden unter fachlicher Anleitung des Naturgartenplaners Dr. Reinhard Witt, welche Arten – etwa Steinklee oder Hirtentäschel – entfernt werden sollten, damit die gewünschten Arten ausreichend Licht und Platz für ihre Entwicklung erhalten.
„Die im Projekt angelegten Flächen benötigen in der Anfangszeit gezielte Pflege und Geduld“, erläutert Martin Klatt, Projektleiter beim NABU Baden-Württemberg. „Im ersten Jahr blühen noch viele einjährige Pflanzen, wie Mohn oder Nelken-Leimkraut. Mit der Zeit kommen die ausdauernden Stauden dazu und es entwickeln sich stabile, artenreiche Pflanzengesellschaften, die vielen Insekten und Vögeln als Lebensraum dienen.“
Im Fokus der Schulung stand neben dem Jäten auch das Mähen. Unter Umständen müssen Blumenwiesen beispielsweise dann gemäht werden, wenn sie in voller Blüte stehen, damit sie sich langfristig gut entwickeln.
 
Hintergrund
Mutlangen hat insgesamt acht Grünflächen zu Wildblumenwiesen und Wildstaudenbeeten umgestaltet. Die Standorte liegen unter anderem am Mutlanger Forum sowie der Grundschulaußenstelle.
 
Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und Land wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit Rat und Tat dabei zu unterstützen, Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten. Von 2022 bis 2027 werden jährlich 15 Städte und Gemeinden gefördert.
Das Projekt startete 2016 und ist in der zweiten Projektstaffel. Insgesamt wurden bereits 127 Kommunen gefördert, über 1.000 Teilnehmende in Workshops geschult und 265.000 Quadratmeter naturnah umgestaltet.
Weitere Informationen: www.Naturnahdran.de

benz

"Als Bürgermeisterin von Mutlangen darf ich Sie alle recht herzlich in Mutlangen, einer liebens- und lebenswerten Gemeinde mit rund 6.900 Einwohnern im Ostalbkreis willkommen heißen."Weiterlesen

Stephanie Eßwein, Bürgermeisterin