Ein Wochenende voller Begegnungen, Musik, Gemeinschaft und gelebter Freundschaft liegt hinter Mutlangen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen mit bis zu 38 Grad entwickelte sich das Mutlanger Dorffest 2026 zu einem gelungenen und friedlichen Fest, das einmal mehr zeigte, was das Dorffest seit vielen Jahren ausmacht: Menschen zusammenbringen, Traditionen pflegen und gemeinsam schöne Stunden verbringen.
Bereits am Freitagnachmittag trafen die rund 60 Gäste aus unserer ungarischen Partnergemeinde Vaskút in Mutlangen ein. Am Abend stand ein gemeinsames Essen im Biergarten Zeiselberg in Schwäbisch Gmünd auf dem Programm, bevor der Abend mit einem gemütlichen Bummel durch die Gmünder Innenstadt ausklang. So bot sich bereits vor dem eigentlichen Dorffest viel Gelegenheit für persönliche Gespräche und den Austausch zwischen den langjährigen Freunden.
Der Samstag begann für die ungarische Delegation mit einem besonderen musikalischen Höhepunkt.
Zwischen den beiden AGV-Umzügen begeisterte die Schulband aus Vaskút mit einem Platzkonzert auf dem Schwäbisch Gmünder Marktplatz. Oberbürgermeister Richard Arnold, Bürgermeister Christian Baron sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher zeigten sich beeindruckt vom musikalischen Können der jungen Musikerinnen und Musiker. Für besondere Begeisterung sorgte anschließend ein spontanes gemeinsames Musizieren mit den Waldstetter Lachabatschern – ein schönes Beispiel dafür, wie Musik Menschen verbindet und Sprachbarrieren spielend überwindet.
Währenddessen liefen auf dem Mutlanger Festgelände die letzten Vorbereitungen für das Dorffest. Aufgrund der angekündigten extremen Hitze hatte das Organisationsteam bereits im Vorfeld verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Besucherinnen und Besucher beschlossen. So wurde der Fassanstich von 14:45 Uhr auf 17:00 Uhr verschoben. Zusätzlich entstanden zahlreiche neue Schattenplätze, das Mitbringen von Wasserflaschen wurde ausdrücklich erlaubt und die Freiwillige Feuerwehr richtete eine Cooling-Area mit Wassersprühnebel und Wasserbecken ein, die während des gesamten Wochenendes für eine willkommene Erfrischung sorgte. Die Freunde aus
Südtirol überreichten dem Jugendbeirat Mutlangen einen Scheck in Höhe von 500,00 € für weitere Aktionen und Projekte.
Pünktlich um 17:00 Uhr marschierten der Musikverein Mutlangen und der befreundete Musikverein Neukirch gemeinsam auf das Festgelände ein und eröffneten das Dorffest musikalisch.
Bürgermeisterin Stephanie Eßwein bewies beim traditionellen Fassanstich erneut eine sichere Hand und eröffnete das Fest offiziell mit nur zwei Schlägen.
Zur Mittagszeit traf auch die französische Delegation aus Bouxières-aux-Dames mit ihrer Fußballmannschaft in Mutlangen ein. Das traditionelle deutsch-französische Freundschaftsspiel gegen den TSV Mutlangen wurde aufgrund der Hitze ebenfalls auf 18:00 Uhr verschoben, das der TSV mit 4:2 für sich gewinnen konnte. Trotz der hohen Temperaturen stand dabei, ganz im Sinne der langjährigen Partnerschaft, nicht das Ergebnis, sondern die gemeinsame Begegnung und der sportliche Austausch im Mittelpunkt. Besonders schön ist, dass bereits eine Gegeneinladung nach Frankreich ausgesprochen wurde.
Auf dem Festgelände herrschte währenddessen reges Treiben. Zahlreiche Vereine, Organisationen und Gewerbetreibende sorgten mit einem abwechslungsreichen kulinarischen Angebot sowie einem vielseitigen Programm für beste Unterhaltung.
Besonders am Samstagabend füllte sich das Festgelände nochmals deutlich. Die Bands Zabbaduschdr, die More Fun Big Band und SHARK sorgten für ausgelassene Stimmung bis in die Nacht und machten den ersten Festtag zu einem stimmungsvollen Sommerabend.
Der Sonntag begann traditionell mit dem ökumenischen Gottesdienst unter Begleitung des Projektchors. Anschließend präsentierten der Musikverein Pfersbach, die Gschlampadn, die Grundschule, Kindergärten, Tanzgruppen und Sportvereine auf zwei Bühnen die große Vielfalt des örtlichen Vereinslebens und Engagement. Trotz der anhaltenden Hitze verfolgten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Auftritte von schattigen Plätzen aus. Traditionell wurden im Rahmen des Dorffestes herausragende Leistungen an der Bürgerehrung gewürdigt.
Bürgermeisterin Eßwein ehrte die Bürgerinnen und Bürger in den verschiedensten Bereichen und bedankte sich bei allen für Ihren Einsatz.
Ein Höhepunkt des Sonntags war der Auftritt der Schulband aus Vaskút am Abend, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feiert. Die jungen Musikerinnen und Musiker aus Ungarn überzeugten mit einem mitreißenden Programm. Mit schwungvollen Liedern, großer Spielfreude und viel Begeisterung erhielten Sie großen Applaus.
Die Begegnungen, sei es mit den offiziellen Partnergemeinden oder unseren langjährigen Freunden aus Waidbruck, Südtirol haben erneut gezeigt, wie wertvoll und lebendig diese Freundschaften sind.
Ein Dorffest dieser Größenordnung ist nur durch den Einsatz vieler engagierter Menschen möglich. Ein herzlicher Dank gilt deshalb allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, dem Organisationsteam, den zahlreichen Standbetreiberinnen und Standbetreibern, den mitwirkenden Vereinen, Schulen, Kindergärten und Gruppen sowie unseren Sponsoren, deren Unterstützung das Fest erst möglich gemacht hat.
Ein besonderes Dankeschön gilt dem Frühstücksteam, das die Gäste aus Vaskút, die französische Fußballmannschaft sowie den Musikverein Neukirch versorgte. Ebenso danken wir der
Freiwilligen Feuerwehr Mutlangen für die Einrichtung der Cooling Area und ihren SAN-Dienst zum Schutz der Besucherinnen und Besucher, dem Kommunalen Ordnungsdienst, dem Bauhof-Team für den Auf- und Abbau, den Hausmeistern sowie dem Verein junges mutlangen für die gestaltete Kreativwerkstatt.
Nicht zuletzt danken wir allen Besucherinnen und Besuchern, die trotz der außergewöhnlichen Temperaturen den Weg auf das Mutlanger Dorffest gefunden haben. Sie alle haben mit ihrer guten Laune, ihrer Rücksichtnahme und ihrem friedlichen Miteinander dazu beigetragen, dass das Dorffest 2026 als ein schönes und harmonisches Fest in Erinnerung bleiben wird.
Das Mutlanger Dorffest hat erneut gezeigt: Es verbindet Generationen, Menschen und Kulturen. Tradition trifft Lebensfreude.
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